Abstract zum Workshop auf dem Kongress "Traumland Intensivstation" 2005

Pierre Morin, MD, Ph.D.

Process Work Center of Portland, 97209 Portland, OR, USA
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Lutheran Community Services NW, 97214, Portland, OR, USA
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Medizinisch gesehen ist Koma ein pathologischer Defektzustand. Bewusstsein wird klinisch mittels rationalen Ausdrucksbewegungen gemessen und wenn Menschen wenig sinnvolle Reaktionen oder Verhalten zeigen, schliessen wir, dass sie keine oder wenige Erfahrungen haben. Nun haben neue Untersuchung den Nachweis erbracht, dass bei Menschen in so genannten Vegetativen Zuständen, Inseln der Wahrnehmung erhalten bleiben.

"Prozessarbeit“ betrachtet Koma als einen veränderten Bewusstseinszustand in dem Alltagserfahrungen weniger Bedeutung mehr haben. Unsere bewusste Identität, die Person die im Alltag funktionierte ist in den Hintergrund getreten, hat an Bedeutung verloren. Das heisst aber nicht, dass keine Erfahrungen generell mehr vorhanden sind.

Prozessorientierte Kommunikation mit Menschen in Veränderten Bewusstseinszuständen nutzt kleinste Zeichen und Verhaltensfragmente als Einstieg für einen Dialogaufbau. Indem wir uns in die aktuelle Lebenswelt der Komatösen einstimmen können wir uns auf ihre sinnstiftende innere Erfahrung beziehen.

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