Erfahrungsaustausch und Entwicklung von Perspektiven für die Forschung und die multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Patientenversorgung auf der Intensivstation

Offenes Forum (mit Pausen) zu verschiedenen Schwerpunktthemen am Samstag, den 19.11.2005 von 14:00h – 19:00h und Sonntag, den 20.11.2005 von 9:30h – 10:45h

Moderation: Farah Lenser, Sozialwissenschaftlerin, freischaffende Journalistin und Moderatorin

Das Offene Forum gibt Raum für offene und partizipative Teilnahme aller an einer Problemlösung Interessierter. Dazu sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten verschiedene Methoden entwickelt worden. Im deutschsprachigen Raum sind besonders die Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk und seit einigen Jahren auch das von dem Amerikaner Harrison Owen vorgestellte Verfahren des Open Space bekannt geworden. Darüber hinaus gibt es viele dialogische Ansätze, die weltweit angewandt werden, um in einer Gruppe gemeinsame Konfliktlösungs- oder Handlungsstrategien zu entwickeln. Interessanterweise wurden viele der Methoden, die heute in Organisationen und Gruppen angewandt werden – so auch die Methode des Open Space - von der Praxis traditioneller Kulturen angeregt.

Nach den vielen interessanten Vorträgen rund um das Thema Traumland Intensivstation soll das Offene Forum den Raum für all jene öffnen, die mit ihren eigenen Themen, Anliegen und Vorschlägen gehört werden wollen oder die Fragen und Problemstellungen aus dem Gehörten heraus entwickelt haben und diese nun mit anderen teilen wollen. Dazu werden wir uns in der ökumenischen Kirche des Klinikums in einem Kreis, bzw. in konzentrischen Kreisen versammeln, um allen die Möglichkeit zu geben, der Gruppe Themenvorschläge anzubieten. Diese werden an Informationswänden angebracht, vor denen sich danach alle wie auf einem großem Marktplatz versammeln, sich für bestimmte Themen eintragen und aushandeln in welchen Räumen und zu welcher Zeit sie sich treffen wollen.

Mehrere Räume sind vorbereitet, wo sich kleine bis große Gruppen zusammenfinden können, um miteinander zu reden, zu planen und für die anderen ihre Ergebnisse zu protokollieren.

Erinnern sollten wir uns dabei an die folgenden Regeln.

- Diejenigen, die da sind, sind genau die Richtigen.

- Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen kann.

- Es fängt an, wenn die Zeit reif ist.

- Vorbei ist vorbei.

Dabei gibt es – im Unterschied zu anderen Gruppenveranstaltungen - eine Besonderheit, nämlich das Gesetz der zwei Füße: sobald ich das Gefühl habe, zu dem Thema einer Gruppe nichts mehr beitragen zu können oder zu wollen, ehre ich die Gruppe mit meiner Abwesenheit und begebe mich zu der nächsten Gruppe, ins Cafe oder mache einfach irgendwo eine Pause. Dieses Gesetz setzt zwei Erscheinungen frei, nämlich die 'Hummel’ und den 'Schmetterling’. Während die Hummel emsig von Gruppe zu Gruppe fliegt und irgendwo eine gute Idee aufschnappt, die sie in der nächsten Gruppe wie einen Pollen fallen lässt, sorgt der Schmetterling mit seinem einfachen nicht auf ein offensichtliches Ziel hin gerichtetem Dasein für den freien Raum, im dem das Neue, nicht Erwartete geschehen kann, indem er allein im Cafe sitzend andere anzieht oder beim Spaziergang im Park auf einen Gesprächspartner trifft.

Deshalb heißt es auch:

Mit Überraschungen ist zu rechnen!

In einer Abschlussrunde werden sich alle wieder treffen, um Ergebnisse und Ideen an der Informationswand zu veröffentlichen und sich auszutauschen.

Natürlich sollen Ideen und neu entstandene Freundschaften beim abendlichen festlichen Empfang in Schloss Fürstenried weiter entwickelt werden.

Am Sonntagmorgen wollen wir nicht nur Ergebnisse des Offenen Forums sammeln, sondern uns auch vernetzen und Projekte planen – denn es gilt auch: nicht vorbei ist nicht vorbei.

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