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05.08.2026 Die Interviews führte Peter Frör

Klinikum Großhadern, Klinik für Anästhesie

Frage: „Wie wichtig ist es für das Überleben eines Menschen, der hier Patient ist, was er hier erlebt?"

„Diese Wichtigkeit schätze ich hoch ein. Da gibt es Menschen, von denen ich erwarten würde, dass sie nach der Intensivbehandlung gut von hier rausgehen, und es ist nicht der Fall. Umgekehrt orientieren sich wider Erwarten Patienten in desolatem körperlichen Zustand zum Leben hin. Die haben was in sich, was trägt."

Frage: „Was ist es Ihrer Einschätzung nach, was dann trägt?"

„Tragend ist eine Biographie, die positiv ist im Sinne der Summe, und zwar nicht aus 

unserer Sicht, sondern aus der Sicht des Betroffenen. Die positiven Elemente müssen 

überwiegen. Das Zweite: Die Rahmenbedingungen, die wir setzen, die müssen dieses 

Positive auch stützen. Wenn da bei einer problematischen Biographie nicht zumindest 

begleitet oder gegengesteuert wird, dann kommt der Betreffende hier nicht mehr raus, 

(d.h. er hat keine reelle Überlebenschance)."

Frage „Was kann ein multiprofessioneller Austausch über solche Fragen für die 

unmittelbare Praxis auf der Intensivstation austragen?"